»Prada Transformer« nennt sich der temporäre, seine Gestalt verändernde Pavillon, der von April 2009 an für fünf Monate das Zentrum Seouls bereicherte. Das multifunktionale Objekt wurde für eine Serie von interdisziplinären Projekten konzipiert. Vom italienischen Modelabel Prada in Auftrag gegeben, soll es die Beziehung und Wechselwirkung zwischen der Modewelt und den zeitgenössischen Künsten enthüllen. Der Transformer präsentiert sich in Form eines mobilen Tetraeders, welcher mit Hilfe von Kranen auf eine seiner vier Flächen gedreht werden kann. Jede Seite besitzt ihre individuelle Geometrie: Hexagon, Rechteck, Kreuz und Kreis korrespondieren jeweils mit einem spezifischen Nutzungstyp. Das Sechseck ist für Modeausstellungen vorgesehen, das Rechteck für Filmvorführungen, das Kreuz für Kunstausstellungen und der Kreis für Sonderveranstaltungen. Sobald das Drehen des Tetraeders eine Seite zur Bodenfläche werden lässt, verwandeln sich die anderen drei in Wände und Decken. In unmittelbarer Nähe tangieren containerartige eingeschossige Nebenräume den Pavillon und bilden am Berührungspunkt mit dem Tetraeder den Haupteingang. Das Tragwerk besteht aus einer Stahlkonstruktion, eingehüllt in eine transluzente Membran. Sie erst lässt eine Kontinuität zwischen den verschiedenen Geometrien entstehen und führt zur Vollständigkeit des polymorphen Volumens.
