Die dritte der altüberlieferten Fensterformen (Tafel 15, 4) hat für uns insofern nur praktische Bedeutung, als in seiner Heimat, in Südschwaben und in Südbayern, der starke Rahmen trotz seines großen Holzverbrauchs immer wieder verwendet wird. Wie wir später sehen werden, hängt das mit dem dort üblichen Einbau in die Maueröffnung zusammen (ohne Maueranschlag).
Der Blockrahmen hat den Vorteil, daß ein Klappladen, ohne mit dem Wetterschenkel in Konflikt zu kommen, in einen äußeren Falz schlagen kann. Auf dem Lande finden wir vielfach auch noch einige Gitterstäbe zwischen Laden und Fensterflügel eingebaut [8, 17].
Für unsere Betrachtungen ist der Blockrahmen wichtig, weil er die Anregung für einige weitere Verbesserungen des einfachen Fensters gegeben zu haben scheint, die in seiner Heimat entstanden sind, den sogenannten Verbundfenstern.
[8] Döllgast, Hans; Neue Bauernstuben, München 1938.
[17] Erdmannsdorffer, Karl; Die Baugestaltung, 4. Auflage, München 1943.
