Abb. 34: Sichtbare Holzbalkendecke
(ältere Ausführung)
Zwischen die in Abständen von etwa 25 cm gelegten Balken wurden unterseits gehobelte Bretter in Längsrichtung (parallel zu den Balken) eingenutet und die Hohlräume mit Spreu und dergl. aufgefüllt. Diese Ausführung findet sich noch in älteren Bauernhäusern.
Abb. 35: Sichtbare Holzbalkendecke mit größeren Balkenabständen
Da ein Brett in der Längsrichtung zur Ausfachung nicht mehr ausreicht, wird eine überfälzte Bretterschalung verwendet; die Befestigung erfolgt durch Einnuten in die Balken und Aufnagelung an dazwischen gespannte Rahmenschenkel. Der nächste Schritt ist die Anordnung von senkrecht zu den Balken eingenuteten Brettern.
Abb. 36: Sichtbare Holzbalkendecke mit geputzten Zwischenfeldern
Zwischen die Balken werden Latten eingenutet, worauf der Putz in üblicher Weise unter Verwendung von Rohrmatten aufgetragen wird. Die Zwischenfache werden mit Strohlehm ausgestrichen und aufgefüllt. Dieselbe Wirkung kann mit Verwendung von Gipsdielen erzielt werden.
Abb. 37: Ältere Ausführung der Holzbalkendecke
Zwischen die Balken wurden Bretter oder Schwarten eingenutet, die vorher mit Strohlehm umwickelt wurden; die Auffüllung erfolgte mit Spreu und ähnlichen Materialien. Der Putz wurde direkt auf die Strohlehmwickel aufgetragen. Der Hauptvorteil dieser Decke ist ihre Tropfsicherheit (Verwendung als Stalldecke).
Abb. 38. Übliche Ausführung der Holzbalkendecke
Als Putzträger dient die Deckenlattung, die innen einen Strohlehmausstrich erhält. Auf einen Streifboden aus Brettern oder Schwarten, die auf Latten gelegt werden, wird die Schlackenauffüllung eingebracht. Die Schwarten werden zweckmäßigerweise mit Eckleisten befestigt, um eine Fortnahme derselben während des Baues zu verhindern. Die Decke zeichnet sich durch gute Wärme- und Schalldämpfung aus. Aus Ersparnisgründen wird die Auffüllung auch ohne Streifboden direkt auf die Latten mit einer Zwischenlage von Dachpappe eingebracht.
Abb. 39: Gewöhnliche Holzbalkendecke mit Linoleumbelag
Die Konstruktion ist dieselbe wie in Abbildung 38. Als Unterlagsboden für das Linoleum ist ein HB-Sägeschnittboden verwendet. Die Säge-Schnitte teilen den Riemen in kleinere Abschnitte, die jede für sich getrennt arbeiten und eine Veränderung der Oberfläche verhindern. Das Linoleum wird mit einer Zwischenlage von Pappe aufgeklebt.
Abb. 40: Holzbalkendecke mit Kontre-Lattung
Die enge Lattung ist hier durch die sogenannte Kontre-Lattung ersetzt, bei der die Latten in Abständen von 25 cm vom Gipser angebracht und mit Doppelrohrgewebe oder Holzstabgewebe überzogen werden. Der Streifboden ist in der Abbildung in die Balken eingenutet angenommen.
Abb. 41: Holzbalkendecke mit Gipsdielen
Die Zwischenisolierung erfolgt mit 5, 7 oder 10 cm starken Gipshohldielen mit oder ohne Auffüllung. Die Deckenuntersicht wird mit 2 ½ oder 3 cm starken Gipsdielen verschalt. Die Fugen werden mit Jutestreifen überklebt.
Abb. 42: Probstdecke
Bezug der Hohlsteine durch die Südd. Gips- und Gipsdielenverkaufsstelle G.m.b.H., Stuttgart.
Balkenfüllung aus Gipshohlsteinen mit oder ohne Auffüllung. Die Hohlsteine sind mit Falzen für die Lattung versehen, die mit Hilfe von Lehrhölzern angebracht wird.
Abmessungen der Hohlsteine: Stärke 8 und 12 cm, Länge 2 m, Breite 30 cm. Lattenentfernung 10,3 cm.
Stärke 15 cm, Länge 2 m, Breite 15 cm, Lattenentfernung 10,75 cm.
Abb. 43: Holzbalkendecke mit Torfoleum-Leichtplatten
Herstellung und Lieferung: Torfoleumwerke Ed. Dyckerhoff, Poggenhagen.
Unterseitige Deckenisolierung und Torfoleumplatten, die auf Brettern von 8 bis 10 cm Breite, abwechselnd mit solchen von 4 bis 5 cm Breite in Abständen von 25 cm von Mitte zu Mitte genagelt werden. An den Nagelstellen Unterlagsscheiben mit Haken zur Befestigung eines Drahtgeflechts als Putzträger (am besten Verwendung des Spezialputzgeflechts der Torfoleumwerke). Verwendung der Torfoleumplatten auch als Fußbodenisolierung.
Abmessungen der Platten: 0,50 X 1,00 m in Stärken von 2 bis 5 cm.
Abb. 44: Holzbalkendecke mit Tekton-Leichtdielen
Lieferant: Tekton- und Sägewerk A.-G., Poggenhagen.
Verwendung der Tekton-Leichtdielen als Deckenschalung mit 3 bis 4 cm starken Platten, als Einschubdecke mit 4 cm starken Platten, oder als begehbare Fußbodenkonstruktion mit 4 und 6 cm starken Platten und 2 bis 3 cm starkem Zementestrich bis 80 cm Stützweite zugelassen.
Abmessungen der Platten: Länge 3,50 m, Breite 0,50 m, Stärken 3, 4 und 6 cm.
Abb. 45: Holzbalkendecke mit Zementdielen
Verwendung von armierten Zementdielen als direkt begehbare Fußbodenkonstruktion mit 1 bis 2 cm starkem Ausgleichestrich. Deckenlattung und Auffüllung mit Schlacken oder Sand in üblicher Weise.
Abmessungen der Zementdielen wie üblich.
Abb. 46: Staußdecke
Bezug des Staußziegelgewebes durch die Staußziegelgewebeverkaufsgesellschaft m.b.H., Kottbus.
Staußziegelgewebe als Putzträger direkt auf die Balken genagelt. Zwischendeckenestrich 7 cm stark als Leichtbeton oder übliche Ausführung mit Streifboden und Auffüllung. Staußziegel-Terrast-Fußboden als feuerbeständiger und wasserdichter oberseitiger Abschluß der Holzbalkendecke.
Abb. 47: Fafa-Decke
Deckenkonstruktion der Fafa-Holzbauweise von Professor Schmitthenner, Stuttgart, unter Verwendung von 3 cm starken Gipsdielen als Deckenunterschalung, Papplagen und Insulite-Streifen als Dämmstoffe. Wärme- und Schalldämmung entspricht der normalen Balkendecke.
Abb. 48: Kallenbach'sche Holz-I-Decke
Balken in I-Form aus Stegholz mit oberem und unterem Flansch zusammengenagelt und verleimt. Der Streifboden liegt auf dem unteren Trägerflansch auf. Auffüllung in üblicher Weise.

